Üdersee

Der Üdersee befindet sich im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ca. 50 km nördlich von Berlin. Seine Entstehung verdankt der See - mit seinem klaren Wasser - der Eiszeit. Gletscher und Schmelzwasser formten Becken und Rinnen, die dem See seine heutige Gestalt gaben. Der schmale Üdersee (mit einer Länge von ca. 5 Kilometern) ist von Wald umgeben. Durch die teilweise steil abfallenden Ufer, viele an den See grenzende Privatgrundstücke und die bewaldete Uferregion ist der Üdersee nur an wenigen Stellen zugänglich. Daher zählt der Üdersse zu einem der letzten Geheimtipps für Badeseen in Brandenburg.

 

FAKTEN ÜDERSEE

Länge: ca. 5,0 km

Breite: ca. 400 m

Tiefe: ca. 12 m

Fläche: ca. 2 ha

Wasserqualität

Der Üdersee hat in der Regel eine ausgezeichnete Badewasserqualität

 

Untersuchungsstellen an diesem See liegen am „Ferienpark“ , in Werbellin und am „Naturfreundehaus“. Die Badestelle „Ferienpark“ ist eine offiziell ausgewiesene Badestelle nach Definition der Badegewässer-VO. 

 

Die gesetzliche Grundlage der Badewasserbeprobungen ist die Brandenburgische Badegewässer-VO vom 06.02.2008.

Die offizielle Badesaison geht vom 15. Mai bis zum 15. September. In dieser Zeit werden monatlich Proben entnommen.

Die untersuchten Parameter belaufen sich auf die mikrobiologischen Parameter Escherichia coli und Enterokokken. Diese sind sogenannte Indikatorparamter (Darmbakterien), die auf mögliche menschliche oder tierische Ausscheidungen hinweisen. Gründe dafür können z.B. Anschwemmungen aus der Landwirtschaft nach Starkniederschlägen oder hohes Wassergeflügelaufkommen sein. In der Badewasser-VO sind sog. Hohe Einzelwerte festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen (für E. coli: 1 800 MPN/dl und für Enterokokken: 700 MPN/dl). Werden diese überschritten, erfolgt eine unverzügliche Nachkontrolle. Sollten erneut ein Wert überschritten sein, erfolgt ein Badeverbot.

Weiterhin erfolgt die Messung der Sichttiefe des Gewässers. Dieser sollte mind. 0,50 cm betragen. Eine geringe Sichttiefe birgt Unfallgefahren, da man nicht deutlich sehen kann, ob auf dem Grund z.B. Scherben etc. liegen; ist aber auch ein Risiko hinsichtlich eventueller Rettungsmaßnahem.

Ungewöhnliche Eintrübungen eines Gewässers können auch von einem hohen Algenaufkommen sein. Nicht unbedenklich ist dabei das Auftreten von sog. Blaualgen.